Stephansdom

Stephansplatz

Der Stephansdom ist das Wahrzeichen von Wien. Die gotische Kathedrale erhebt sich im Zentrum der Innenstadt.
Der Stephansplatz bildet den Mittelpunkt der Fußgängerzone und ist ein belebter und beliebter Ausgangspunkt für einen Stadtbummel. Die mondänen Einkaufsstraßen Graben und Kärntner Straße schließen sich daran genauso an wie die kleinen verwinkelten Gassen rund um die Wollzeile und das Judenviertel.
Eine Besonderheit findet man an der Südostecke des Doms, genau neben dem Aufgang zum Turm: Hier wächst inmitten des Betons ein einzelner Baum, passenderweise ein Götterbaum, der irgendwann aus China eingeführt wurde. Er bietet dem Ailanthusspinner Lebensraum, einer riesigen Schmetterlingsart, die man mit etwas Glück hier zu Gesicht bekommt.


Hofburg

Hofburg

Die Hofburg war über 600 Jahre lang die Residenz der österreichischen Kaiser. Im Laufe der Zeit wurden ständig neue Trakte angebaut, so ist heute ein Rundgang durch die Hofburg gleichzeitig ein Rundgang durch die österreichische Geschichte.
Die Hofburg beherbergt neben dem Bundeskanzleramt und der Präsidentschaftskanzlei auch die Lipizzaner der spanischen Hofreitschule, die Österreichische Nationalbibliothek, mehrere Museen, zwei Kirchen, ein Kloster, die Schatzkammer, ein Kongresszentrum und mehrere Zeremoniensäle.
Auch der Burggarten mit seinem Palmenhaus gehört zur Hofburg.


Kohlmarkt

Kohlmarkt

Der Kohlmarkt ist eine Einkaufsstraße im 1. Wiener Gemeindebezirk. Er verbindet den Michaelerplatz mit dem Graben. Hier befinden sich die teuersten Geschäfte der Stadt, zum Beispiel die Julius-Meinl-Filiale "Am Graben", die Spezialitäten und Delikatessen aus aller Welt anbietet. Die Verlagsbuchhandlung Manz hat hier ebenso ihre Räumlichkeiten wie die kartographische Anstalt Freytag & Berndt (bis 2014) oder der Hofzuckerbäcker Demel. In den Geschäftsräumen ehemaliger K.u.K. Hoflieferanten residieren heute bekannte Marken wie Louis Vitton und Chanel.
An der Ecke zum Michaelerplatz befindet sich das Traditionskaffeehaus "Café Griensteidl", in dessen ursprünglichen Räumlichkeiten Künstler wie Karl Kraus, Hugo von Hoffmannsthal, Felix Salten, Arthur Schnitzer und Stefan Zweig verkehrten.


Naturhistorisches und Kunsthistorisches Museum

Kunsthistorisches Museum

Die beiden Museen gehören zu den bedeutendsten historischen Gebäuden der Ringstraßenzeit. Zusammen mit dem Denkmal der Kaiserin Maria Theresia, das sie flankieren, bilden sie ein Ensembledenkmal, das auch zum Weltkulturerbe Historisches Zentrum von Wien gehört.
Das Kunsthistorische Museum ist aus der Kunstsammlung der Habsburger entstanden und beherbergt heute die Gemäldegalerie, die Ägyptisch-Orientalische Sammlung, die Antikensammlung, die Kunstkammer Wien, das Münzkabinett sowie eine Bibliothek. Zu den bedeutendsten Exponaten gehören Werke von Albrecht Dürer, Tizian, Caravaggio, Raffael, Peter Paul Rubens, Jan Vermeer, Pieter Bruegel d.Ä. und Jan van Eyck.
Das Naturhistorische Museum zählt mit rund 30 Millionen Schaustücken zu den bedeutendsten Naturmuseen der Welt. Es nahm die Sammlungen der k.u.k. Hof-Naturalienkabinette auf und beinhaltet heute folgende Abteilungen: Anthropologische Abteilung, Zoologische Abteilung, Botanische Abteilung, Geologisch-Paläontologische Abteilung, Abteilung für Karst- und Höhlenkunde, Mineralogisch-Petrographische Abteilung, Abteilung für Ökologie, Prähistorische Abteilung und das Archiv für Wissenschaftsgeschichte.

Tiergarten Schönbrunn

Tiergarten

Der Tiergarten Schöbrunn befindet sich im Park des Schlosses Schönbrunn im 13. Wiener Gemeindebezirk. Er wurde 1752 durch Kaiser Franz I. Stephan gegründet und ist der älteste noch bestehende Zoo der Welt. Er war ursprünglich die private Menagerie des Kaiserhauses und wurde 1778 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Die barocken Menageriegebäude stehen unter Denkmalschutz und machten die Umgestaltung des Zoos nach den Erfordernissen der modernen Zootierhaltung zu einer besonderen Herausforderung. Erst dem Tiroler Tierarzt Helmut Pechlarner gelang es als Zoodirektor, den Schönbrunner Tiergarten erneut zu einem Publikumsmagneten zu machen. Mit Hilfe von zahlreichen Sponsoren wurden fast alle Gehege erneuert und erweitert. Unter seiner Leitung entstanden das Regenwaldhaus, die moderne Raubkatzenanlage, eine neue Anlage für die Großen Pandas, ein Panzernashorngehege und nicht zuletzt der Tirolerhof.
Gemeinsam mit dem Ensemble Schloss und Park Schönbrunn gehört der Zoo seit 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe. In den letzten Jahren wurde der Tiergarten Schönbrunn mehrfach zum besten Zoo Europas gekürt.


Rezept für Wiener Schnitzel

Die Bezeichnung "Wiener Schnitzel" für ein paniertes Kalbsschnitzel hat sich am Beginn des zwanzigsten Jahrunderts eingebürgert. Laut österreichischem und deutschem Lebensmittelrecht muss ein Wiener Schnitzel aus Kalbfleisch zubereitet werden. Um das beliebte - weil günstigere - panierte Schnitzel aus Schweinefleisch davon abzugrenzen, hat sich in Deutschland die Bezeichnung "Schnitzel Wiener Art" und in Österreich der Name "Wiener Schnitzel vom Schwein" durchgesetzt.

Zutaten für vier Schnitzel:

  • 4 Schnitzel vom Schwein oder Kalb
  • 2 Eier
  • 1 Handvoll Mehl
  • 2 Handvoll Semmelbrösel (Paniermehl)
  • Öl oder Butterschmalz zum Braten
  • Salz

Pro Person rechnet man 1-2 Schnitzel à 200g Rohgewicht.
Das Schnitzel mit einem Schnitzelklopfer gleichmäßig und vorsichtig flachklopfen. Statt des Fleischklopfers kann man auch einen kleinen Topf verwenden; das Fleisch dann vorher mit Frischhaltefolie oder Backpapier abdecken.
2 Eier in einen tiefen Teller schlagen, salzen und mit etwas Wasser verquirlen. Das Mehl auf einem großen flachen Teller bereitstellen, die Semmelbrösel auf ein Stück Backpapier geben.

Panierstraße: Teller mit den geklopften Schnitzeln - Mehl - Eier - Paniermehl - leerer Teller

Ein geklopftes Schnitzel gründlich in Mehl wenden, bis keine feuchten glänzenden Stellen mehr zu sehen sind. Das überschüssige Mehl abschütteln und in das flüssige Ei legen, etwas anziehen lassen, dann wenden und die andere Seite benetzen. Es darf danach keine trockene Stelle mehr zu sehen sein.
Mit einer Gabel das abgetropfte Schnitzel auf die Semmelbrösel legen. Nun zwei gegenüberliegende Kanten des Backpapiers mit je einer Hand fassen und die Brösel auf das Schnitzel werfen, bis alles bedeckt ist. Die Panade vorsichtig etwas andrücken und das Schnitzel im Paniermehl nochmals wenden, bis es keine nasse Stelle (ohne Paniermehl) mehr gibt.
In einer Pfanne 1 Finger hoch Öl bzw. Butterschmalz erhitzen. Wenn es so heißist, dass von einem trockenen Holzstiel Bläschen aufsteigen, das Schnitzel vorsichtig einlegen.
Das Schnitzel auf höchster Stufe braten, bis die Panade goldbraun ist. Dazwischen die Pfanne immer wieder leicht schwenken. Danach das Schnitzel wenden und die Hitze reduzieren. Bei mittlerer Hitze von der anderen Seite fertig braten.
Das fertige Schnitzel anschließend auf ein Stück Küchenkrepp legen und das überschüssige Fett abtropfen lassen.

Traditionell wird das Wiener Schnitzel nur mit grünem Salat, Kartoffelsalat oder Petersilienkartoffeln serviert. Die Garnitur besteht üblicherweise aus einer Zitronenscheibe und einem Sträußchen Petersilie. Beilagen wie Sauce oder gar Ketchup sind in Wien verpönt!